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Samstag, 13. Juni 2026

Greenpeace kritisiert FIFA WM 2026: Emissionen und Greenwashing

Die FIFA WM 2026 steht im Fokus von Greenpeace, das vor Rekord-Emissionen warnt und die Rolle von Sponsoren kritisiert, die umweltpolitische Ziele behindern. Diese Analyse beleuchtet die problematischen Aspekte dieser Großveranstaltung.

Lukas Braun··3 Min. Lesezeit

Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026, die in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, steht bereits jetzt in der Kritik, bevor der erste Anpfiff erfolgt ist. Greenpeace hat alarmierende Bedenken geäußert, die sich nicht nur auf die unmittelbaren Auswirkungen des Turniers auf die Umwelt beziehen, sondern auch auf die damit verbundenen Emissionen und das, was viele als Greenwashing betrachten. Der Umweltschutzverband hebt hervor, dass die bevorstehende Veranstaltung zu den emissionsintensivsten in der Geschichte der Fußballweltmeisterschaften zählen könnte. Dies ist besonders besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass die FIFA und ihre Sponsoren sich wiederholt zu Klimazielen verpflichtet haben, die angesichts der bevorstehenden WM in starkem Widerspruch zu stehen scheinen.

Greenpeace beziffert die Emissionen, die während des Turniers entstehen werden, auf mehrere Millionen Tonnen CO2. Diese Zahl bezieht sich nicht nur auf die direkten Emissionen, die während der Spiele selbst erzeugt werden, sondern auch auf die massiven Emissionen, die durch die Anreise von Spielern, Fans und Funktionären resultieren. Insbesondere die Anreise internationaler Besucher zu den Veranstaltungsorten ist ein Faktor, der erheblich zur Klimabilanz der WM beiträgt. Die enormen Flugreisen und der Verkehr, der mit der Ausrichtung eines solchen Großereignisses verbunden ist, werden nicht nur auf kurzfristige Emissionen losgelöst betrachtet, sondern als Teil eines immer intensiveren Problems innerhalb der globalen Klimakrise.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Rolle der Sponsoren, die oftmals für umweltbelastende Industrien stehen. Zahlreiche große Unternehmen, die als Sponsoren der FIFA WM auftreten, sind in Sektoren tätig, die stark zur Umweltverschmutzung und zum Klimawandel beitragen. Greenpeace hat diese Sponsoren als "Grüne Täuscher" bezeichnet, da sie zwar aktiv in der Werbung für umweltfreundliche Initiativen auftreten, jedoch gleichzeitig bedeutende Emissionen erzeugen. Diese Diskrepanz zwischen der Außendarstellung dieser Unternehmen und ihren tatsächlichen Umweltpraktiken wird als massives Greenwashing kritisiert. Die Verbindung zwischen Sport und Unternehmen, die die Umwelt schädigen, wird als problematisch erachtet und steht im Fadenkreuz der Kritik von Umweltorganisationen.

Die Tatsache, dass die FIFA und die Gastgeberländer keinerlei umfassende Maßnahmen ergreifen, um die Produktionsweise und die damit verbundenen Emissionen zu optimieren, wird von Greenpeace als Versäumnis angesehen. Anstatt die Chance zu nutzen, ein nachhaltiges Sportereignis zu kreieren, das den Herausforderungen des Klimawandels Rechnung trägt, scheinen die Verantwortlichen den Status quo zu bevorzugen. Kritiker argumentieren, dass die FIFA in der Lage ist, durch ihre enorme Reichweite und ihren Einfluss Veränderung zu bewirken. Es wird gefordert, dass die FIFA ihre eigenen Richtlinien überdenkt und ernsthaft in nachhaltige Maßnahmen investiert statt in leere Versprechungen zu investieren.

Ein Ansatz zur Minderung der Emissionen könnte die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel und die Nutzung von erneuerbaren Energien sein. Bislang gibt es jedoch wenig konkrete Anzeichen dafür, dass dies im Rahmen der FIFA WM 2026 priorisiert wird. Greenpeace fordert, dass sowohl die FIFA als auch die Gastgeberländer ein transparenteres und verantwortungsbewussteres Vorgehen in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen entwickeln. Ein Engagement für Klimaziele sollte über bloße Worthülsen hinausgehen und in messbare, nachhaltige Praktiken umgesetzt werden, die den ökologischen Fußabdruck des Turniers tatsächlich verringern.

Die FIFA muss sich den Herausforderungen der Zeit stellen und sich nicht nur als Sportverband, sondern auch als Akteur in der Klimadebatte positionieren. Die Kritik von Greenpeace und anderen Umweltorganisationen wird immer lauter, und es ist fraglich, ob das große Sportereignis der Welt den Ansprüchen an eine nachhaltige Zukunft gerecht werden kann. Während die Vorbereitungen auf die WM weiter voranschreiten, bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen bereit sind, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um echte Veränderungen herbeizuführen. Die Diskussion um die FIFA WM 2026 wird auch weiterhin von den Fragen der Nachhaltigkeit und Verantwortung geprägt sein.